Sandspieltherapie

Die Sandspieltherapie wurde von Dora Kalff entwickelt und lässt sich inhaltlich auf die Psychologie C.G. Jungs, der Welttechnik Margaret Lowenfelds und spirituellen (buddhistischen) Traditionen zurückführen – besitzt also einen psychoanalytischen Hintergrund.

Der Sandkasten mit den Maßen 57 cm x 72 cm x 7 cm ist mit Sand gefüllt und dient als Projektionsfläche. Insgesamt stehen zwei Kästen zur Verfügung, wobei es dem Kind überlassen wird, ob es mit einem oder mit beiden Kästen spielt.

Neben dem Sandkasten sind für die Sandspieltherapie zahlreiche (Tier-)figuren notwendig, wobei so viele Tierfiguren vorhanden sein sollte, das von jeder Tierrasse auch Familien gebildet werden sollten.

Ablauf einer Therapiestunde der Sandspieltherapie:

Die Klienten werden gebeten, im Sandkasten ein Bild aufzubauen.
Wenn das Bild fertig ist, soll das Kind das aufgebaute Bild beschreiben.
Therapeut verstärkt gelegentlich, die vom Klienten gebrachten Inhalte.
Nach der Stunde wird das Bild als Zeichnung oder als Foto festgehalten.
Die von den Kindern ausgewählten Figuren stellen Symbole dar, die vom Therapeuten interpretiert werden müssen. Symbole stellen dabei eine Verbindung zum Unbewussten dar. Die von den Kinder in der Sandspieltherapie aufgebauten Bilder werden schließlich gedeutet. Hierfür existieren mittlerweile einige Interpretationsleitfäden, beispielsweise der von Sengen.

 

Literaturtipp:
Ein recht aktuelles Buch über die Sandspieltherapie ist von Alexander Gontard 2007 mit dem Titel “ Theorie und Praxis der Sandspieltherapie“ erschienen. Es geht sehr genau auf den theoretischen Hintergrund und den praktischen Ablauf der Sandspieltherapie ein. Weiterhin finden sich einige recht ausführliche Fallbeispiele.