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Silja Vocks erhält Preis für Forschungsergebnisse über die Effektivität der Körperbildtherapie bei EssstörungenEin Element in der Behandlung von Patienten mit Essstörungen stellt die Körperbildtherapie dar, bei der die Patienten mit ihrem Spiegelbild konfrontiert werden und lernen, ihr Körperbild besser zu akzeptieren. In mehreren Studien konnte die Wirksamkeit dieser Therapie belegt werden. Für ihre erfolgreiche wissenschaftliche Arbeit auf diesem Gebiet wurde jetzt Frau Dr. Silja Vocks mit dem Christina-Barz-Preis ausgezeichnet. Menschen mit Essstörungen stehen mit ihrem Körper auf Kriegsfuß. Sie überschätzen ihre Körpermaße, empfinden sich selbst gegenüber negative Gefühle wie Angst oder Ekel, plagen sich mit negativen Gedanken und Verhaltensweisen. So messen und wiegen sie sich ständig und verstecken ihren Körper vor anderen. Um diesem Problem auf den Grund zu gehen, konfrontierte Dr. Silja Vocks in einer ihrer Studien essgestörte und gesunde Frauen vor und nach einer Psychotherapie 40 Minuten vor dem Spiegel mit ihrem Körper. Währenddessen wurden alle zehn Minuten physiologische Parameter - Herzfrequenz, Hautleitfähigkeit und der Spiegel des Stresshormons Kortisol - gemessen. Außerdem wurden die Studienteilnehmerinnen nach ihren Emotionen und Gedanken befragt. Während die physiologischen Parameter bei beiden Gruppen gleich waren und blieben, hatten essgestörte Frauen erwartungsgemäß wesentlich stärker ausgeprägte negative Gefühle und Gedanken gegenüber ihrem Körper als Gesunde. Diese Reaktionen ließen aber nach, je länger sich die Probandinnen im Spiegel betrachteten. Bei einer wiederholten Messung nach Beendigung einer umfassenderen Therapie verstärkte sich der Effekt noch weiter. "Dieses Ergebnis zeigt, dass die Konfrontation mit dem eigenen Körper als Unterstützung einer Therapie gegen Essstörungen Sinn macht", folgert Silja Vocks. Sie bietet seit 2003 an der Ruhr-Universität verhaltenstherapeutische Körperwahrnehmungskurse für Frauen mit Essstörungen an, in denen die Teilnehmerinnen lernen, sich wieder mit ihrem Körper anzufreunden und ihn nicht mehr als Feind zu begreifen. Verschiedene wissenschaftliche Studien belegen den Erfolg dieser Therapie: So verbessert sich hierdurch nicht nur die Einstellung zum eigenen Körper, sondern auch das gestörte Essverhalten wird reduziert und das allgemeine Selbstwertgefühl gesteigert.
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