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Psychologie Aktuell - Nachrichten

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Falldarstellung einer Alkoholentgiftung mit Carbamazepin und Tiaprid

Im Rahmen eines Alkoholentzugssyndrom kann es zu epileptischen Krampfanfällen und zu einem Alkoholentzugsdelir kommen, in dessen Verlauf die Mortalitätsrate recht hoch sein kann. Um die Mortalitätsrate zu senken findet eine pharmakologische Behandlung mit Benzodiazepinen oder Clomethiazol statt. Als Nebenwirkung dieser Behandlung können bei zu starker Sedierung Atemdepressionen und kardiovaskuläre Komplikationen auftreten.

Diehl et al. von der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin in Mannheim untersuchten aufgrund der oben beschriebenen Nebenwirkung eine alternative Vorgehensweise mit Carbamazepin und dem Antipsychotikum Tiaprid in leichten bis mittelschweren Fällen. Dabei zeigten sich insgesamt gute Ergebnisse, sodass die Kombination für die ambulante und stationäre Alkoholentgiftung interessant sei, so der Autor der Studie. Diehl weist jedoch in seinem Artikel auch auf mögliche Komplikationen hin. So findet sich dort eine Fallabeschreibung eines Mannes, der im Rahmen der Kombinationsbehandlung eine Carbamazepin-Intoxikation zeigte, für die abschließend noch keine ausreichende Erklärung gefunden wurde.

 

Quelle:
Diehl, A., Grosshans, M., Herre, H., Croissant, B. & Mann, K. (2007). Carbamazepin-Intoxikation. Komplikation der Kombinationsbehandlung aus Carbamazepin und Tiaprid zur Alkoholentgiftung. Nervenarzt. 78. 85-89.

 

 

(05.04.2007 RM)

 

 

 

 

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