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Psychologie Aktuell
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Neuroleptika

1. Neuroleptika in der Behandlung von Schizophrenie

Neuroleptika:   Psychopharmaka mit antipsychiotischer, sedierender und psychomotorisch dämpfender Wirkung. (engl. major tranquelizers).

Während der akuten psychotischen Symptomatik bei einer Schizophrenie steht die Behandlung mit Neuroleptika im Vordergrund. Bei hochakuten Zuständen ist ein Psychiatrieaufenthalt sinnvoll.  Falls nach vier bis sechs Wochen keine Besserung der Symptomatik eintritt wird ein Medikamentenwechsel durchgeführt (häufig auf ein Medikament einer anderen Substanzklasse.

Bessert sich die Symptomatik, wird die Dosis langsam reduziert bis der Patient auf die Erhaltungsdosis eingestellt ist. Patienten mit psychotischen Rückfällen benötigen häufig eine medikamentöse Redzidivprophylaxe (Dauermedikation), die häufig in Form einer Depot-Medikation mit einer Spritze alle 4 Wochen verarbreicht wird.

 

2. Einteilung der Neuroleptika

Neben den klassischen Neuroleptika stehen die neueren, atypischen Neuroleptika zur Verfügung. Sie führen zu geringeren extrapyramidalen Nebenwirkungen und zeigen auch gute Effekte auf die Negativsymptomatik. Die Wirkstoffe atypischer Neuroleptika (in Klammer jeweils der Medikamentenname) Risperidon (Risperdal), Olanzapin (Zyprexa), Amisulprid (Solian) zeigen geringere Nebenwirkungen.

Sehr starke Neuroleptika (mit einer sehr starken antipsychiotischen Wirkung und einer sehr geringen sedierendenWirkung):

•       Haloperidol
•       Fluphenazin
•       Benperidol
•       Trifluperidol

Starke Neuroleptika (mit einer starken antipsychiotischen Wirkung und einer geringen sedierenden Wirkung):
•       Pherphenazin
•       Trifluoperazin

Mittelstarke Neuroleptika (mit einer mittleren antispsychiotischen Wirkung und einer deutlich sedierenden Wirkung)

•       Chlorpromazin
•       Triflupromazin
•       Clopenthixol

 

3. Nebenwirkungen von Neuroleptika

•       malignes neuroleptisches Syndrom
•       allergische Reaktionen
•       Mundtrockenheit
•       Frühdyskinesien

 

  

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