Ausbildung zum Ergotherapeuten

1. Ergotherapie – Kurzbeschreibung

Der Begriff Ergotherapie lässt sich auf das griechische Wort „ergon“ zurückführen, das mit Tätigkeit übersetzt werden kann. Unter Ergotherapie versteht man Arbeitstherapie und Beschäftigungstherapie. Die Ausbildung zum Ergotherapeuten dauert 3 Jahre und findet häufig an Berufsfachschulen statt. Ergotherapeuten arbeiten mit Kindern und Erwachsenen. Bei Erwachsenen dient die Ergotherapie meist der beruflichen Rehabilitation, bei Kindern werden häufig motorische und psychische Störungen sowie Störungen der Sinneswahrnehmung behandelt..

 2. Beschreibung der Ausbildung

Neben den Berufsfachschulen, die mit einem Examen abschließen, findet man immer häuiger auch Diplom- und Masterkurse mit Hochschulabschluss. Die Ausbildung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Der praktische Teil findet in Fachkliniken oder in ergotherapeutischen Praxen statt. Nach erfolgreich absolvierter Abschlussprüfung wird der Titel „Staatlich anerkannter Ergotherapeut“ verliehen. Die Aufnahmevoraussetzungen der einzelnen Schulen unterscheiden sich. Mindestanforderungen sind jedoch ein Hauptschulabschluss in Kombination mit einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung bzw. der Realschulabschluss.

 3. Dauer der Ergotherapie Ausbildung

Die Ergotherapie Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Der theoretische Teil findet an einer Berufsfachschule statt. Die praktische Arbeit im Rahmen der Ausbildung (Praktika) in Reha-Kliniken und ergotherapeutischen Praxen. Die Ausbildung gliedert sich in einen theoretischen und praktischen Unterricht, der 2700 Stunden umfasst und 1700 Stunden praktische Ausbildung (Praktika). Die 4400 Stunden umfassen einen Zeitraum von 3 Jahren. Die 1700 Stunden Praktika werden in der Regel in 4 Praktikas von je 10 Wochen realisiert.

Der Auszubildene soll möglichst die verschiedenen Bereiche der Ergotherapie kennenlernen. Von daher soll ein PrDaktika im Kinder- und Jugendbereich absolviert werden, eines im Erwachsenenbereich und Praktika bei älteren Menschen durchgeführt werden. Die Ausbildunginstitute sind in der Regel bei der Vermittlung der Praktikaplätze behilflich bzw. organisieren diese.

Die 2700 Stunden des theoretischen Unterrichts teilen sich (exemplarisch) wie folgt auf:

  • Ergotherapeutische Verfahren (970 Stunden): z.B. arbeitstherapeutische Verfahren, neurophysiologische Arbeitsverfahren.
  • Ergotherapeutische Mittel (700 Stunden): z.B. handwerkliche und gestalterische Techniken, Spiele.
  • Sozialwissenschaftliche Grundlagen (320 Stunden): z.B. Psychologie, Behindertenpädagogik, Gerontologie.
  • Medizinische Grundlagen (490 Stunden): z.B. funktionelle Anatomie, Physiologie, Krankheitslehre.
  • Diverses (120 Stunden): z.B. Berufskunde, wissenschaftliches Arbeiten.

4. Abschlussprüfung der Ergotherapieausbildung

Die Abschlussprüfung besteht aus einem schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil. Wird diese bestanden erhält der Absolvent den Titel „Staatlich anerkannter Ergotherapeut“.