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Psychologie Aktuell
Themen - Überblick

 

 

Therapie der depressiver Störungen

1. Allgemeines

Im Rahmen von kontrollierten Studien konnte gezeigt werden, dass die kognitive Verhaltenstherapie, die Gesprächspsychotherapie und die psychodynamische Therapien als wirksam eingestuft werden konnten. Der Einsatz von Psychopharmaka ist bei schweren Depressionen fast immer indiziert. Bei leichteren und mittelschweren Depressionen wird von einigen Autoren empfohlen mit einer Psychotherapie zu beginnen und bei nicht ausreichender Verbesserung des psychophathologischen Befundes eine psychopharmakologische Behandlung mit Antidepressiva zu beginnen.

Zu Beginn der Therapie muss der Patient entlastet und Hoffnung aufgebaut werden. Weiterhin muss durch die Therapievariablen Empathie und Wertschätzung die therapeutische Beziehung gefestigt werden. Beachtet werden sollte weiterhin, dass zu Therapiebeginn die Suizidgefährdung abgeschätzt wird und ob mit eine medikamentösen Behandlung begonnen  werden sollte. Therapeuten im ambulanten Setting müssen weiterhin entscheiden, ob eine stationäre Einweisung eingeleitet werden muss (bei schwerer Symptomatik, bei Suizidgefährdung, bei weiterer notwendiger diagnostischer Abklärung, die im ambulanten Setting nicht möglich ist). Zu Therapiebeginn muss weiterhin die Suizidgefährdung eingeschätzt werden. Weiterhin ist es wichtig die Therapiemotivation des Patienten und das Krankheitsmodell zu erfassen.

2. Verhaltenstherapeutische Methoden in der Depressionsbehandlung

Im Rahmen der verhaltenstherapeutischen Behandlung der Depression gibt zahlreiche therapeutische Bausteine, die sich in der Therapie bewährt haben und in der Folge kurz vorgestellt werden. Dabei haben sich kognitive Techniken als wichtige Behandlungsbausteine etabliert.

Maßnahmen zu Beginn der Therapie

  • Erarbeitung eines gemeinsamen Therapiekonzeptes.
     
  • Festlegung von Therapiezielen und strukturiertes sowie transparentes Vorgehen.
     

Allgemeine Therapiebausteine

  • Aufbau angenehmer Aktivitäten.
     
  • Selbstbeobachtung durch Führung eines Beobachtungsplans ("Wochenplan", "Stimmungsskala"). Hier werden die Stimmung und Aktivitäten verzeichnet und dadurch Zusammenhänge mit Auslösern negativer Gedanken erkannt, die in der Therapie weiter bearbeitet werden können.
     
  • Soziales Kompetenztraining
     

Therapeutische Ziele beim Einsatz kognitver Techniken

  • Formale Denkfehler des Patienten aufdecken und bearbeiten
     
  • automatische Gedanken erkennen, hinterfragen und durch adäquate Kognitionen ersezten.
     
  • Langfristige Veränderung von Schemata
     

 

Häufig eingesetzte Techniken zur Veränderung von Kognitionen

  • sokratischer Dialog, Realitätstestung und Differenzierung
     
  • Fokussierung der Aufmerksamkeit auf positive Eigenschaften des Patienten, damit der Paitent zu einer positiveren Selbstbewertung gelangt.
     

  

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