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Depression1. Allgemeines zur DepressionDie Depression ist gekennzeichnet durch eine tiefe Traurigkeit, Einsamkeitsgefühle, ein verminderter Antrieb und ein verminderter Selbstwert. Auf der vegetativen Ebene können sich Schlaflosigkeit, Libidoverlust und ein verminderter Appetit finden. Je nach Verlauf und Intensität der Symptome wird der Diagnostiker nach dem ICD-10 entweder eine Dysthymia (F34.1) oder eine depressive Episode (F32) diagnostizieren. Therapeutische Maßnahmen beinhalten neben psychotherapeutischen Interventionen bei schweren depressiven Episoden auch eine Behandlung mit Psychopharmaka. 2. Symptomatik: Einteilung, Klassifikation und SymptomeUm eine bessere Ordnung bei der Symptomatik der Depression wurden verschiedene Einteilungen entwickelt, die hier zum Teil wiedergegeben werden. Diese werden ergänzt durch anschauliche Beschreibungen der Symptomatik Kielholz (1971) spricht bezüglich der Symptomatik vom "depressiven Trias" mit einer
Blöschl (1980) ordnet die einzelnen Symptome dem Erleben, dem Verhalten und dem somatischen Bereich zu:
Aufgrund unterschiedlicher Therapieschulen und der voranschreitenden Forschung haben sich zahlreiche Bezeichnungen für das oftmals gleiche Zustandsbild etabliert. Insbesondere beim Studium etwas älterer Fachliteratur kann dies zur Verwirrung des Leses beitragen. Veraltete Einteilng der depressiven Zustandsbilder in endogen-psychotisch Form und exogen-reaktiv-neurotische Form:
Einige Wissenschaftler unterscheiden die Depressionen in primäre und sekundäre Depressionen:
Von Kielholz stammt eine Einteilung in somatogene Depressionen, Endogene Depressionen und Psychogene Depressionen:
3. Depressive Störungen im ICD-10In Kliniken im deutschsprachigen Raum wird der ICD-10 verwendet. Die depressiven Störungen finden sich im ICD im im Kapitel F3, den affektiven Störungen. Hier kann entweder eine leichte depressive Episode, eine mittelgradige depressive Episode oder ein schwere depressive Episode diagnostiziert werden. Allgemeine Kennzeichen depressiver
Episoden nach dem ICD-10 Die leichte depressive Episode, die mittelgradige depressive Episode oder die schwere depressive Episode kann entweder mit oder ohne somatisches Syndrom diagnostiziert werden. Unter dem somatischen Syndrom versteht man eine Zusammenstellung acht somatischer Symptomen wie frühmorgendliches Erwachen, Appetitverlust, Libidoverlust und Gewichtsverlust. Lassen sich vier der acht Symptome des somatischen Syndroms feststellen, sollte das somatische Syndrom diagnostiziert werden. Leichte depressive Episode mittelgradige depressive Episode schwere depressive Episode 4. Weitere BegriffeMajor Depression: Bezeichung aus dem amerikanischen Sprachraum für eine schwere depressive Episode (nach ICD-10). epressive Störung, die sich in erster Linie im somatischen Bereich in Form von psychosomatischen Störungen zeigt. Weitere Bezeichnung für die larvierte Depression ist die des "depressiven Äquivalent". larvierte Depression: depressive Störung, die sich in erster Linie im somatischen Bereich in Form von psychosomatischen Störungen zeigt. Weitere Bezeichnung für die larvierte Depression ist die des "depressiven Äquivalent". kognitive Triade der Depression: Begriff aus der kognitiven Verhaltenstherapie der von Beck im Jahr 1976 eingeführt wurde. Er beschreibt, dass Patienten mit einer Depression eine negative Sichtweise von (1) sich selbst, (2) ihrer Umwelt und (3) der Zukunft aufweisen. endogene Depression: Veralteter Begriff, der heutzutage nicht mehr verwendet wird. Enspricht heute im ICD-10 einer schweren depressiven Episode mit somatischen bzw. psychotischen Symptomen auf. double Depression: Begriff aus dem DSM-IV. Einer Dysthemie ist eine Major Depression aufgesetzt. Nach Abklingen der Major Depression bleibt die Symptomatik der Dysthemie weiter bestehen.
LiteraturKielholz, P. (1971). Diagnose
und Therapie der Depressionen für den Praktiker. München: Lehmanns
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