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AntidepressivaKurzüberblickAntipressiva sind Medikamente, die bei schweren Depressionen eine wichtige therapeutische Komponente darstellen. Ihre Wirkung setzt in der Regel erst nach 2 bis 3 Wochen ein. Antidepressiva fördern den Antrieb und hellen die Stimmung auf. Antidepressiva unterscheiden sich hinsichtlich ihrer psychopharmakologischen Struktur (in der Klammer finden sich die Namen einiger Präperate): 1. Trizyklika: (Saroten, Aponal) 2. selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer:(Fevarin) 3. MAO-Hemmer.
Wirkungsweise von Antidpressiva Antidepressiva sorgen für eine Anreicherung von Serotonin und Noradrenalin im synaptischen Spalt, was schließlich zu einer verbesserten Übertragung der Synapsen des seretonergen und noradrenergen Systems führt. Dabei wirken einige Medikamente eher auf noradrenerge und andere auf eher auf das seretonerge System. Das Medikament Saroten Saroten besitzt den Wirkstoff Amitriptylin und gehört zur Gruppe der Trizyklika. Zu den Nebenwirkungen gehört Benommenheit (sehr häufig) und Gewichtszunahme (sehr häufig). Gastrointestinale bzw. Schlafstörungen treten nicht auf. Häufig werden aufgrund der Einnahme von Saroten Herzrhythmusstörungen berichtet.
Aponal Auch Aponal gehört zur Gruppe der Trizyklika. Der Wirkstoff heißt Doxepin. Hier ist im Vergleich zu Saroten die Sedierung stärker. Die Gewichtszunahme fällt etwas weniger stark als bei Saroten aus.
Fevarin Das Medikament Fevarin besitzt den Wirkstoff Fluvoxamin und gehört von seiner psychopharmakologischen Struktur zur Gruppe der selektiven Serotonin Wiederaufnahmehemmer. Das Medikament wirkt nicht sedierend. Gelegentlich kommt es zu gastrointestinalen Störungen.
Familie in Tieren ist ein projektives Verfahren von Luitgard Brem -Gräser. Er wird eingesetzt für Kinder ab 4 Jahren bis zur Adoleszenz und wird zur persönlichkeits- und neurosediagnostischen Untersuchung verwendet. Durch den Test Familie in Tieren sollen Informationen über die Familienkonstellation zu den Themen Geborgenheit, Kontakt und Macht erhoben werden (Brähler, Holling, Leutner, Petermann, 2002) . Nach Brem-Gräser lösen sich beim Zeichnen unbewusst Affekte, die in den Zeichnungen sichtbar werden und Rückschlüsse auf die Persönlichkeit des Kindes und die Familienstruktur sichtbar machen. Der Test Familie in Tieren gehört zu den sogenannten zeichnerischen Gestaltungsverfahren, die mittels des zeichnerischen Ausdrucks Aufschluss über persönlichkeitsspezifische Merkmale geben (Rauchfleisch in Petermann & Eid, 2006). Familie in Tieren wird häufig in Kinder- und Jugendpsychiatrischen Praxen und Erziehungsberatungsstellen eingesetzt. In den 70er Jahren wurde der Test gelegentlich auch bei Erwachsenen verwendet.
Der Test wurde zum ersten Mal im Jahr 1959 veröffentlicht. Gegenwärtig liegt der Test Familie in Tieren in 9. Auflage vor, die im Jahr 2006 im Reinhardt Verlag erschienen ist. Frau Luitgard Brem-Gräser ist Professorin für Psychologie. Ihr Studium absolvierte sie an den Universitäten Göttingen und München. Von 1951 bis 1970 war sie Leiterin der Zentrale für Erziehung- und Jugendberatung des Schulreferates in München. Im Anschluss Professorin an der Fachhochschule München.
Ablauf Das Kind bekommt ein Zeichenpapier und einen Bleistift und hat nun die Aufgabe, sich vorzustellen, seine Familie sei eine Tierfamilie. Im Anschluss soll das Kind nun diese Tierfamilie zeichnen. Eine Zeitbegrenzung wird nicht gegeben. Der Test lässt sich als Einzel- und als Gruppentest durchführen.
Auswertung des Tests mit Hilfe des Katalogs der Tiereigenschaften.Der Test wird nach inhaltlichen, formalen und zeichenstrich-analytischen Kriterien ausgewertet. Die Interpretation findet weiterhin unter den symbolischen Merkmale der vom Kind gezeichneten Tiere statt. Für die inhaltlich symbolische Auswertung wird nun der von der Autorin erstellte “Katalog der Tiereigenschaften” zur Hand genommen, der Anhaltspunkte für die symbolische Interpretation bietet. In die Analyse fließen weiterhin die Reihefolge des Zeichnens der Tiere, die Gruppierung und die Größenverhältnisse ein. Auswertungsnormen fehlen.
TestentwicklungBei der Entwicklung des Tests wurden die Zeichnungen von 2000 10jährigen Kindern ausgewertet. Brem-Gräser wertete die Häufigkeit der gezeichneten Tiere aus und fragte weiterhin die Kinder, welche guten und schlechten Eigenschaften die Tiere hätten. Hieraus entstand der “Katalog der Tiereigenschaften”. In den Katalog der Tiereigenschaften flossen weiterhin “freundliche” und “unfreundliche” Redewendungen des Volksmunds über die jeweiligen Tiere ein.
HintergrundHildegard Hiltmann (1977) verweist darauf, dass Brem-Gräser bei der Testkonzeption davon ausgegangen sei, dass der Mensch “seit eh und je eine urtümliche Beziehung zum Tier habe” und das diese Mensch-Tier-Beziehung den Hintergrund des Tests darstelle.
KritikPetermann (1997) sieht den Einsatz des Tests Familie in Tieren kritisch. Der Einsatz als Test sei (aufgrund fehlender Normierung) nicht verantwortbar und auch als Explorationshilfe zu spekulativ.
Quellen: Brähler, E, Holling,
H. Leutner, D & Petermann, F. (2002). Brickenkamp Handbuch
psychologischer und pädagogischer Tests. Göttingen: Hogrefe
Verlag.
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