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Anorexia NervosaAllgemeines zu Anorexia NervosaAnorexia Nervosa wurde zum ersten Mal 1868 von dem englischen Arzt William Gull als Störung beschrieben. Anorexia Nervosa ist gekennzeichnet durch den starken Wunsch das Körpergewicht zu reduzieren und eine große Angst wieder zuzunehmen sowie die Überzeugung trotz Untergewichts zu dick zu sein. Das Körpergewicht wird durch eine strenge Diät, intensive körperliche Betätigung (z.B. Marathon) und / oder eine ungewöhnliche Ernährungsweise reduziert. Dabei kann es auch zu Fressanfällen kommen, denen aber selbstinduziertes Erbrechen folgt. Weiterhin wenden die Patienten Laxantien und Diuretika an, um ihr Gewicht zu regulieren.
Folgen durch den GewichtsverlustAls Folge des Gewichtsverlust bei Anorexia Nervosa finden sich Hypothermie, Ödeme, niedriger Blutdruck und bei schwerem Krankheitsverlauf ein skelettartiges Aussehen. Die Sterberate liegt nach 10 Jahren bei 7 Prozent.
Prävalenz von Anorexia NervosaDie Prävalenzrate für Anorexia Nervosa liegt bei etwa 4 Prozent. Circa 90 Prozent der Patienten mit Anorexia Nervosa sind Frauen. Der Beginn der Störung liegt in der Regel in den frühen Teenagerjahren und kommt etwas häufiger in höheren sozialen Schichten vor.
UrsachenFrüher wurde Anorexia Nervosa als das Ergebnis einer phobischen Störung diskutiert. Eher sozial orientierte Theorien sehen eine wesentliche Ursache in dem Ideal der Schlankheit und der intensiven Auseinandersetzung mit seinem Äußeren. Neben psychischen Faktoren spielen auch genetische Faktoren eine Rolle. So konnte durch den Vergleich von monozygotischen Zwillingspaaren mit dizygotischen Zwillingsgeschwistern gezeigt werden, dass eine genetische Disposition vorliegt. Weiterhin wird als Ursache eine Dysfunktion des Hypothalamus angenommen. Der Hypothalamus spielt eine wichtige Rolle in der Appetitregulation und beim Körpergewicht.
TherapieDie Therapieziele liegen in der Gewichtszunahme und in der Behandlung des zugrunde liegenden gestörten Essverhaltens. Neben der ambulanten Behandlung gibt es für Patienten mit schwerer Symptomatik bzw. bei lebensbedrohlichem Zustand auch die stationäre Behandlung in einer Fachklinik. In der psychotherapeutischen Behandlung werden in der Regel verhaltenstherapeutische Programme angewendet, in denen jedoch häufig familientherapeutische Anteile verwirklicht werden.
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